Göran Mellström erzählt...

Die Entscheidung, als junger Mann eine Firma zu gründen, prägt bis heute mein Leben. Natürlich gab es auf dem Weg große Mühen und Entbehrungen, aber die Sonnenseiten haben immer überwogen: Es ist ungeheuer stimulierend und erfüllend, ein Unternehmen schaffen und entwickeln zu dürfen. Der große Reiz dabei ist, sich ständig neuen Herausforderungen zu stellen und neue Möglichkeiten zu erkennen.

"Der große Reiz meiner Arbeit ist, mich ständig neuen Herausforderungen zu stellen und neue Möglichkeiten zu entwickeln."

 
Oft wurde ich gefragt, WESHALB ich eigentlich diesen Weg eingeschlagen habe. Ein Erlebnis ist mir im Gedächtnis geblieben, das sicherlich dazu beigetragen hat: Ich bin im schwedischen Torsås geboren und mit 4 Geschwistern aufgewachsen. Mein Vater hatte einen kleinen Hof und besserte sein Einkommen mit Forstarbeiten auf.
 
Ich erinnere mich noch gut an eine Gemeinschaftskundestunde in der dritten Klasse. Das Thema der Stunde lautete „Der Einzug der Motorisierung und die gesellschaftlichen Veränderungen“. Alle Schüler sollten berichten, welche Kraftfahrzeuge es in ihren Familien gab und welche Auswirkungen dies hatte. Die Frage machte in der Klasse die Runde und meine Kameraden antworteten der Reihe nach. Die einen hatten ein Auto, die nächsten einen Traktor, außerdem wurden Mopeds, Motorräder und Motorboote genannt. Mein Gehirn lief auf Hochtouren, doch zu meinem Schrecken musste ich erkennen, dass wir in unserer Familie kein einziges Kraftfahrzeug hatten. Ich fand das entsetzlich peinlich und schämte mich. Zudem gehörten Technik und Kraftfahrzeuge schon immer – auch bereits damals –

zu meinen großen Leidenschaften. Der Augenblick der Wahrheit rückte immer näher. Bisher hatte nur meine Mitschülerin Linnea freimütig erklärt, dass es in ihrer Familie nur Fahrräder gab. Dann war ich an der Reihe.

"Ich musste einen Ausweg finden. Ich rettete mich mit der alten Motorsäge meines Vaters."

Das war einfach zu viel für mich. Ich musste einen Ausweg finden. Ich rettete mich mit der alten Motorsäge meines Vaters, eine Mc Colloch D44. Die Lehrerin sah mich an und lächelte. Dann sagte sie: „Ich weiß nicht, ob ich das gelten lassen kann. Eine Motorsäge ist doch nicht wirklich ein Kraftfahrzeug, oder?“ Hartnäckig wie ich schon immer war, hielt ich eine Weile tapfer dagegen, musste aber schließlich klein beigeben. Ich fühlte mich schrecklich.
 

Es muss dazu gesagt werden, dass ich mich 5 oder 6 Jahre später der alten Motorsäge annahm und sie zu einem Gokart umbaute. Die Konstruktion war nicht besonders ausgereift, aber ich konnte auf jeden Fall einige Kilometer damit fahren. Auf diese Weise konnte ich dann doch noch beweisen, dass eine Motorsäge auch ein Kraftfahrzeug sein kann.

"Denn genau darum geht es: Eine Vision zu haben, innovativ zu sein, sich von der Menge abzuheben und hartnäckig und unermüdlich zu arbeiten. Man darf nie aufgeben!"

 
Ich bin mir ganz sicher, dass diese Begebenheit einen großen Einfluss auf meinen Lebensweg und meine Entwicklung als Unternehmer hatte. Denn genau darum geht es im Grunde genommen: Eine Vision zu haben, innovativ zu sein, sich von der Menge abzuheben und hartnäckig und unermüdlich zu arbeiten. Man darf nie aufgeben.
Würde mir meine damalige Lehrerin Yvonne Zwick heute noch einmal dieselbe Frage stellen, könnte ich ihr von unserem relativ großen Fuhrpark erzählen, der nach den Zuschlägen in Växjö und Skåne aus mehr als 900 Fahrzeugen besteht.
 

Wir setzen uns nach wie vor keine Grenzen, sondern wünschen uns, dass Bergkvarabuss auch künftig eine wettbewerbsfähige Alternative bleibt, die ständiges Wachstum anstrebt. Wir werden weiterhin an Ausschreibungen teilnehmen. Parallel dazu halten wir Ausschau nach Möglichkeiten zu strategischen Ankäufen. Eines unserer übergreifenden Ziele besteht darin, Wirtschaftlichkeit, also einer soliden Firmenstruktur den Vorrang vor Marktanteilen einzuräumen.

"Es würde mich nicht überraschen, wenn wir in absehbarer Zeit ein weiteres festes Standbein in Norwegen hätten."

 
Derzeit hat unser Unternehmen seinen Schwerpunkt in Skåne, Blekinge, Småland, Göteborg und im Großraum Stockholm. Seit 20 Jahren haben wir darüber hinaus eine Tochtergesellschaft in Hamburg. Es würde mich nicht überraschen, wenn wir in absehbarer Zeit ein weiteres festes Standbein in Norwegen hätten.
 
Ihr Göran Mellström